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Egon Eiermann ( 1904 - 1970)
Egon Eiermann wurde in der Nähe von Berlin geboren und starb am
19.07.1970 in Baden-Baden. Dazwischen erstreckte sich eine lange Schaffensperiode in der er hauptsächlich öffentliche Gebäude schuf aber auch Möbel und Einrichtungsbedarf im Allgemeinen.
Eiermann studierte in Berlin Architektur und war ab 1931
selbstständiger Architekt in Berlin und nach dem Kriegsende in Mosbach und später in Karlsruhe, wo er einen Lehrstuhl an der Fakultät für Bauwesen inne hatte. Auf Auslandsaufenthalten begegnete Eiermann Marcel
Breuer, Walter Gropius, Mies van der Rohe u.a..
Eiermanns Baustil war stark an der Architektur der Industriebauten
orientiert mit klarer Gliederung und
horizontaler Betonung (Abgeordneten-Hochhaus des Deutschen Bundestages 1969, Bonn, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, 1963 Berlin). Zu den bekanntesten Möbeln zählt das Eiermann-Tischgestell, dass Eiermann zunächst für sein Büro in Beelitz bei Berlin entwarf und später auch auf andere Anwendungen übertrug (Altarunterbau, etc.). Egon Eiermann galt als Perfektionist und gestaltete oftmals die Möbel für die von Ihm entworfene Architektur hinzu (Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche u.a.). Die von Ihm entwickelten und z.Tl. noch heute erhältlichen Möbel haben einen hohen Grad an ergonomischen Komfort sowie gestalterischer Harmonie.
Der von uns angebotene Sessel E10 gehört sicher auch dazu.Er wurde ab
1951 bis in die 80iger Jahre von der Fa. Murmann in Deutschland hergestellt. Die Herstellung dieses Sessels erforderte sehr viel Erfahrung und Geschick und Eiermann suchte lange, ehe er die besten Korbflechter fand,
die seine Ideen und Vorstellungen umsetzen konnten, Für einen Sessel benötigt ein geübter Korbflechter ca. 25 Arbeitsstunden.
Zur weiteren Lecktüre empfehlen wir das Buch >Egon Eiermann - die
Möbel<, erschienen anläßlich der Ausstellung im Badischen Landesmuseum, Karlsruhe, 1999, erschienen im Info-Verlag Karlsruhe, ISBN 3-88190-236-8.
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